»Ich glaube, ich gehe nun doch nach Berlin,« sagte sie gemächlich. »Das Fleisch schmeckt, wie Seide. Etwas fade! Man kann vielleicht dort besser arbeiten.«
Agnes Elisabeth setzte sich unschlüssig auf den Bettrand. »Wenn du meinst — natürlich! Aber ich denke, du arbeitest nur zu deinem Vergnügen?«
Julie machte mit dem halben Apfel eine Geste.
»Das tue ich auch! Aber was Craner sagte, hat mich berührt. Wenn ich jetzt in die Stadt fahre, um mir Bücher zu holen, wie ist das umständlich! Dort habe ich jeden Tag alles zur Verfügung. Und ich will alles nehmen, was ich haben kann.«
»Dann werden wir also nicht zusammen bleiben?«
»Nein! Das heißt, ich komme natürlich wieder; vielleicht ein, zwei, drei Jahre bleibe ich in Berlin, dann nehme ich mir irgendeine große Arbeit mit hierher und wohne wieder bei euch.«
Agnes Elisabeth zog die dünne Decke herauf und legte den Kopf ins Kissen. »Du kannst tun, was du willst,« sagte sie müde.
Julie legte das Kerngehäuse auf den Teller.
»Es ist doch gut, daß wir unser Leben so genießen können, wie wir es uns wünschen.« Sie dehnte sich behaglich.
»Wir ...?« dachte Agnes Elisabeth.