Dann ließ sich Tönnchen mit Würde vernehmen. „Es ist richtig. Festjungfrauen stehen außerhalb des Betriebes. Festjungfrauen haben niemals gewußt, worum es sich handelt.“

Der Mohrenfürst hatte seinen Humor wiedergefunden. Er erhob sich und tat, als ob er ein gefülltes Spitzglas hebe und einen Trinkspruch ausbringe:

„In diesem Sinne, meine Herren, erheben wir das Glas und trinken auf das Wohl aller hier im Coupé anwesenden Festjungfrauen!“ — und er zählte: „Eine, zwei, drei, vier, fünf —“ und dann mit Liebenswürdigkeit zu dem Jubilar und mir: „gestatten Sie, mein Herr, daß ich Sie mitzähle?“

„Bitte!“ nickte der Jubilar des morgigen Tages sehr freundlich.

„Also: sechs, sieben. Es leben die sieben hier versammelten ahnungslosen Festjungfrauen!“

„Hurra — hurra — hurra!“

Wir fuhren langsam in den Bahnhof ein. Den Bahnhof der Vaterstadt von Hans Eduard Meßmann, der sich „die dauernde Dankbarkeit des Volkes erworben, das ihn voll Stolz aus seiner Mitte hervorgehen sah.“ So sagte das Zirkular.


Sehen Sie, Hans Eduard Meßmann, der stets geschätzte Lyriker und große Epiker, wurde am nächsten Morgen siebzig Jahre alt.