Als er heimkam, wartete schon die Mutter vor der Haustür. Die Hände hatte sie nach rückwärts zusammengeschlagen, als hielte sie dort etwas verborgen, was nicht jeder Mensch zu sehen brauche.
„So, Bübl, bist da,“ begrüßte die Mutter den Jungen auffallend scharf. „Jetz’ komm’ nur in die Stub’n!“
Drinnen kam der Stecken zum Vorschein.
„Wart’, Bürschl, deine Spitzbübereien mit dem Strohhalm! Jetz’ will i einmal dich aussegnen; vielleicht hilfts dann im Milchstübel!“
Und dann ging die ergrimmte Mutter über den Hansl.
Die Häuserin hatte sich hauptsächlich auf den Rücken des kleinen Sünders beschränkt. Die Mutter ging — praktisch wie die Mütter sind — um einen Schritt weiter. Und gründlich nahm sies, das muß man ihr lassen.
„Hm! Es ist doch ein’ recht schöne Sach’ um das Beichtgeheimnis“, dachte sich der Hansl; „und das Gefühl nach der ersten Beicht’ ist auch recht schön!“
Dann kroch er mehr, als er ging, durch die Hintertür auf die Wiese; legte sich hart am Zaune ins feuchte Gras. Der grüne, feuchte Rasen kühlt. Der Hansl fühlte instinktiv, was ihm nottat. Zerschlagen an allen Gliedern, wie er war, schlief er bald ein.
Ein schmerzhaftes Ziehen und Reißen im Kopfe erweckte ihn bald wieder.