”Franz, ich bitte dich!“

”Du scheinst mir einen netten Kater zu haben, mein Lieber, daß du absolut nicht kapierst. Bitte, wozu ist die Natur da, wenn man nicht ein paar Löcher hineinschießen kann? — Na, siehst du wohl? — Wirklich, es ist das Einfachste und Schmerzloseste. Fordere ich dich nicht, werde ich exkludiert. Nimmst du nicht an, wirst du exkludiert. Sentimentalitäten — gilt nicht. Aber Komödie spielen, das gilt. Wer A sagt, muß B sagen. Sollen wir diese drei Semester so brav bei der Stange geblieben sein, um genau im letzten Augenblicke durchzugehen? Unsinn! Wir sind nicht die ersten, die mit ernsten Mienen die Atmosphäre durchlöchert haben. Die Pistole ist das harmloseste Instrument von der Welt, wenn man einen vernünftigen Gebrauch von ihr macht. Ich werde drei Meter hoch über deine werte Schädeldecke weg ins himmlische Blau zielen, und du wirst die Blümlein auf der Au mit dem todbringenden Blei lädieren. Vorher aber bitte ich dich um eine Liebe.“

”Was denn?“

”Bitte, sage zu mir: Du alter, ekliger Prolet du!“

”Jetzt bist aber wirklich verrückt, mein Junge.“

”Ach so, du weißt wahrscheinlich gar nicht, daß ich dich einen Proleten genannt habe?“

”Mein Gott, das hast du? Gottvoll!“

”Allerdings, das habe ich, und dafür muß ich gezüchtigt werden. Also, los!“

”Na, ja! Du alter, ekliger Prolet du!“

”So, und jetzt gestatte, daß ich meinerseits, damit wir quitt werden, dir eine kleine niedliche Ohrfeige verabreiche. Weißt du, nur, um mir nicht sagen lassen zu müssen, daß mich ein Korpsstudent ungestraft gemaulschellt hat.“