”Aber natürlich, bitte, bediene dich!“
Und Franz gab dem Freund einen leisen Patsch auf die Wange. Dann lachten beide recht herzlich und verabschiedeten sich, weil jeden Augenblick Franzens Korpsbrüder in der wichtigen Mission bei ihm erscheinen mußten, die ihnen nun der Komment auferlegte.
Schon am nächsten Morgen trafen sich die beiden Parteien in einem Gehölze nahe der Stadt.
Die Forderung war auf einmaligen Kugelwechsel bei ziemlich weiter Entfernung gestellt und angenommen worden, und die Sekundanten suchten die Entfernung durch phantastisch große Schritte beim Abmessen noch zu vergrößern.
(”Diese ganze Knallaktion geht ja nur vor sich, damit das Kind einen Namen hat,“ meinte Franzens Sekundant, um zu kennzeichnen, daß die Sache nicht gerade um Tod und Leben ging.)
Immerhin merkte man allen Beteiligten eine gewisse Aufregung an.
(”Kurios,“ meinte Karls Sekundant, ”was so ein paar glatte Pistolenläufe für eine Suggestion ausüben. So eine Pistolenchose macht sich doch immer recht dekorativ.“)
Als die Gegner einander gegenübertraten und sich nach der Sitte mit einer Neigung des Kopfes begrüßten, hätte ein genauer Beobachter bemerken können, was für ein seltsames Leuchten in ihren Augen war.
Dieses Leuchten sprach einen ganzen Satz aus: ”Du alter lieber Kerl drüben, gelt, du fühlst wie ich, daß wir diese Komödie nicht um ihrer selbst und aus einer frivolen Lust spielen, sondern, weil es uns nun einmal von einem wunderlichen Schicksal bestimmt ist, einen Mummenschanz zu treiben, damit ein paar gute alte Leute ihr Vergnügen haben. Dies aber, gottlob! ist die letzte Szene der Komödie.“