”He, Herr Doktor, Herr Doktor!“ rief Frechdachs, ”bitte, kommen Sie doch gleich zu meinem Meister, der sich übergessen und Bauchkneipen hat, und geben Sie ihm was ein.“

”Hat dein Meister Geld?“ fragte Doktor Schneidebein.

”Na, ich danke,“ sagte Frechdachs, ”Geld wie Heu! Sie kriegen zehn Taler.“

”Zehn Taler?“ dachte sich der Doktor, ”das ist ein hübsches Stück Geld, und von der Alten krieg' ich bloß ein Vergeltsgott. Mag sie meinetwegen ohne mich sterben!“

”Also schön,“ sagte er, ”ich komme mit; es muß aber auch etwas Ordentliches zu essen geben.“

”Einen fetten Braten,“ sagte Frechdachs und sah dabei den Doktor an, der in der Tat sehr fett war.

Als sie in die Nähe des Waldes kamen, wo der Riese wohnte, wurde es dem Doktor unheimlich zumute.

”Das ist ja der wilde Wald, wo der Menschenfresser haust,“ rief er; ”bist du wahnsinnig, daß du mich dorthin führst?“

”Wieso denn,“ sagte Frechdachs, ”es ist ja der Menschenfresser, dem Sie etwas eingeben sollen, weil er Bauchweh hat.“

”Um Gottes willen,“ schrie der Doktor, ”was soll ich denn dem Riesen eingeben?“