Und er stieg ein, jubelnd begrüßt, der dicke alte Herr, pustend wie ein Böcklinscher Meerkentaur[234]. Mit ihm das Töchterchen, reizlos, wie ein Bügelbrett, aber mit dem gewinnenden Lächeln, das viele Wirtstöchterlein im Beisein deutscher Musensöhne so anmutig kleidet.

Es war großes Hallo in unserm Wagen, als sich der Zug in Bewegung setzte. Es ergab sich aus all dem Ulk und Gerede, daß „Silen“ ein beliebter Weinwirt in Altburg war, und daß die Herren Studenten — besonders Tönnchen und der Mohrenfürst — sehr gut mit ihm standen.

Die Zugfahrt

Ich hatte mich neben den Jubilar, der inkognito reiste, gesetzt. Auf größere Entfernungen hätten wir uns nicht mehr verständlich machen können.

„Mir scheint, diese Studenten sind eine Depu tation zu Ihrem Jubiläum“, sagte ich so leise, als es eben anging.

Der Dichter nickte, aber er sagte nichts.

„Kinder, hier ist aber eine Hitze, um einen Storch zu braten!“ Mit diesen Worten ließ Tönnchen das Fenster herunterrasseln.

Der Jubilar zog seinen Pelzkragen hoch. Aber er sagte noch immer nichts.

„Na, alter Silen, fahren Sie auch etwa..?“ Der Mohrenfürst schien das nicht annehmen zu wollen.

Der Silen aber nickte eifrig. „Ja, ja. Zu dem großen Zauber! Meine Tochter hat so gequängelt; na, und denn, man lernt auch immer was für’s Geschäft...“