Weshalb ich sagte: »Autosuggestion gilt nicht, und wenn du mit Gewalt seekrank wirst, um später damit zu renommieren, so kannst du sicher sein, daß ich deine Finten aufdecken werde.«

In diesem Augenblicke brüllte Yankeedoodle auf eine Weise, daß mir Hören und Sehen verging. Dreimal. Wie nie ein Mastodont gebrüllt hat. Homer hätte das hören sollen, und er hätte kein solches Wesen vom Gebrüll seiner verwundeten Helden gemacht.

»Was hat er denn?« fragte ich entsetzt.

»Er sagt Adieu,« erklärte meine Frau ruhig, die von nun an überhaupt gerne so tat, als wüßte sie alles.

Und es war wirklich so. Immer, wenn Yankeedoodle sich anschickte, in See zu stechen (ein Ausdruck, der aber für solche Kolosse gar nicht paßt; ebensogut könnte man sagen, ein Dampfhammer sticht ins Erz), brüllte er so unmanierlich. Es gehört das zum guten Ton bei diesen Dampfgiganten. Ob es einen Zweck hat, weiß ich nicht. Vielleicht heißt es nicht bloß: adieu, sondern auch: Platz da! Hühneraugen weg!

Und richtig: wir fuhren. Doch muß ich wohl besser sagen: wir glitten dahin. So leise, sanft, unmerklich, daß ich fürs erste jede Hoffnung auf das große Speien aufgab, während meine Frau mit weiblicher Beharrlichkeit beteuerte, nun werde ihr aber schon sehr übel.

Da sie offenbar nur höchst ungern von diesem Wahne lassen wollte, bestärkte ich sie in der Überzeugung, seekrank zu sein, indem ich ihr erklärte, sie sähe grasgrün aus und tue mir furchtbar leid.

Worauf es ihr sehr bald besser wurde.

Eine kleine Weile noch, und sie teilte meine Empfindung, daß Yankeedoodle, weit davon entfernt, ein Schiff zu sein, wie wir es uns gedacht hatten, einfach ein Hotel war, das sich auf Salzwasser bewegte. Statt Matrosen zu sehen, die an Tauen herumklettern, und Kommandorufe zu vernehmen von Offizieren, die Sprachrohre am Munde und Fernrohre vor den Augen hatten, erblickten wir Kellner, die da höflich leise säuselten: Bouillon gefällig? Doch lernten wir bald, sie Stewards zu nennen, was immerhin eine gewisse Seestimmung erzeugte.