»Kommst vor!?« drohte Welf.

»Kommst her!?« drohte Ralph.

»Wart Balg!« rief Rolf, sprang vom Pferde, packte das Ding, hob's in den Sattel, sprang nach und sauste davon, gerade wie die beiden anderen abgesprungen waren.

Die kletterten, unsäglich fluchend, wieder aufs Schlachtroß und galoppierten, Pferdenase an Pferdenase, hinter dem Flüchtigen drein, der in einer Weise lachte, daß sich die ältesten Eichen nicht erinnerten, je ein solches Lachen gehört zu haben.

An der Zugbrücke, die der alte Christoph natürlich wieder nicht rechtzeitig hochgezogen hatte, trafen sich die drei.

Das mindeste, was Welf und Ralph vorhatten, war, den schnöden Rolf ans Brückentor zu nageln. Die Schwerter hatten sie schon heraus und fluchen taten sie auch, wie es der Situation angemessen war. Aber Rolf war nicht geneigt, sich annageln zu lassen. Er zog gleichfalls blank, warf den Gaul herum und legte aus. Dazu brüllte er gewaltig, und, da die beiden anderen nicht weniger brüllten, so gab es einen richtigen Raubritterspektakel.

Das paßte der Kleinen aber gar nicht. Sie hielt sich beide Ohren zu und schrie in das Getöse: »Ob ihr gleich stille seid?! Wenn ihr euch erstechen wollt, so laßt mich wenigstens vorher in die Burg!«

Da sanken den dreien die Schwerter.

Richtig! Darauf kam's ja am Ende bloß an: daß die Kleine in die Burg kam.