Dr. Friedrich Burger, der Verfasser des vortrefflichen Buches, unternahm in den Jahren 1911 und 1912 im Auftrage es Linden-Museums in Stuttgart eine ethnologische Studienreise nach dem Melanesischen Archipel und den Salomo-Inseln, um mit den bis jetzt beinahe unbekannten Bergstämmen dieser Inseln in Verbindung zu treten. Auf dem Wege nach Neu-Britannien hielt er sich vier Monate auf den östlichen Molukken auf, wo er Gelegenheit hatte, die abgelegenen Kei-Inseln zu besuchen und ihre hochinteressanten Bewohner kennen zu lernen. Was der Forscher hierbei an Begebenheiten hochbedeutsamer Art erlebte, hat er in seinem neuen Buche niedergeschrieben. Neben einer lebendigen Schilderung der Abenteuer und Gefahren, die das Bereisen der Inseln und das Zusammentreffen mit den Eingeborenen mit sich brachte, enthält das Buch soviel Belehrendes über Sitten, Gebräuche, Aber-, Geisterglauben und Zauberei bei jenen größtenteils dem Kannibalismus frönenden, in unberührter Urkultur lebenden Volksstämmen, daß die bisherigen Forschungsergebnisse und die über jene Gegenden erschienene Literatur, insbesondere auch unsere Kenntnisse des einstigen deutschen Kolonialbesitzes in der Südsee, in bemerkenswerter Weise bereichert werden. Gründliche Beobachtungen aus der Tier- und Pflanzenwelt bilden den landschaftlichen Rahmen und geben dem Buch das Gepräge der Vielseitigkeit.
Das Werk stellt sich infolge der vorzüglich gelungenen Bestrebungen des Verfassers, Erlebnisse abenteuerlicher Art mit einer Bereicherung des Wissens zu verknüpfen, auch als vorbildliches Volksbuch und Buch für die reifere Jugend dar, das für Geschenkzwecke in hervorragendem Maße geeignet ist.
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Verlag Deutsche Buchwerkstätten, Dresden
Ferner ist erschienen:
John Hagenbeck:
Fünfundzwanzig Jahre Ceylon