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Verlag Deutsche Buchwerkstätten, Dresden
Fußnoten:
[1] Als einzige Strafe wurde ihm der ihm sonst zustehende Salut von einundzwanzig Kanonenschüssen für ein Jahr verweigert.
[2] Oudh oder Audh, neu-indisch Aradh, liegt am Fuße des Himalaja am oberen Ganges, hat ein gesundes Klima und ist, besonders in der Nähe des Flusses, außerordentlich fruchtbar. Die Hauptstadt ist Lucknow. Im Norden grenzt Oudh an Nepaul. Es liegt südöstlich von Kapurthala.
[3] Die „Tschatry“-Kaste steht bei den Hindus nicht in besonders hohem Ansehen. Ihr gehören Getreidehändler, untergeordnete Beamte, Soldaten und Bauern an; geographisch findet sie sich vornehmlich in den Ebenen am Fuße des Himalaja, sowie in Kaschmir und im Kulu-Tale.
[4] Das Heiraten außerhalb der eigenen Kaste ist nur reichen Leuten möglich, da für ein Mädchen aus einer höheren Kaste ein bedeutend höherer Kaufpreis an die Eltern zu zahlen ist. Dschagatdschit Singh als — angeblicher — Sohn des verstorbenen Maharadscha Karrak Singh gehörte der Sikh-Kaste an, deren Hautfarbe viel dunkler als die der als höher angesehenen Radschput-Kaste ist. Trotz seiner Stellung als Maharadscha wurde er daher von den Radschputen als aus einer niederen Kaste stammend betrachtet und mußte für seine Radschput-Frauen entsprechend höhere Summen an deren Eltern zahlen.
[5] Rani Kanari ist die erste Inderin gewesen, die als Rani nach Europa kam.