Friedrich Wilhelm Hoffmann,

Verfasser der „Geschichte der Stadt Magdeburg.“

Magdeburg, 1860.

Emil Baensch, Hof-Buchhändler Sr. Majestät des Königs.


Vorbemerkung.

Das hier zum Erstenmale der Oeffentlichkeit übergebene Manuscript unserer Stadtbibliothek — eine von der Hand seines Schreibers gefertigte, aber sorgfältig von ihm selbst verbesserte Reinschrift — bildet eigentlich den dritten Theil der von Otto von Guericke hinterlassenen Geschichte der Stadt Magdeburg. Von dem Autographon des Verfassers existiren noch die ersten sechs Bogen, welche manches in der Copie Weggebliebene enthalten, das, so weit es für den Leser von Interesse, in dem gegenwärtigen Abdrucke unter dem Texte gegeben und, zum Unterschiede von den Anmerkungen, welche ich hinzugefügt, mit dem Buchstaben G bezeichnet ist.

Der erste Theil des Guerickeschen Geschichtswerkes war keine eigene Arbeit des berühmten Mannes, sondern es bildete denselben ein von ihm mit Anmerkungen und Zusätzen bereichertes Exemplar der magdeburgischen Chronik des vormaligen hiesigen Predigers Joh. Pomarius (Baumgarten).[*] Der verstorbene Superintendent Rathmann zu Pechau hat denselben noch in Händen gehabt und für seine Geschichte der Stadt Magdeburg benutzt; er ist aber seitdem spurlos verschwunden. Der zweite Theil — den Zeitraum von 1585 bis 1630 umfassend und, ohne Zweifel, ganz aus Guericke’s Feder geflossen — befand sich schon damals nicht mehr in der Stadt-Bibliothek und muß also schon früher, wo noch keine so sorgsamen Augen, als jetzt, über die der letzteren angehörigen literarischen Schätze gewacht haben, verloren gegangen sein.