[14] Das jetzt mit No. 29 bezeichnete Haus der Prälatenstraße.
[15] Diesen Namen führte damals nicht bloß der noch jetzt so benannte schöne Platz vor der Domkirche, sondern das ganze, fast den dritten Theil der Stadt bildende, unter des erzbischöflichen Möllnvogts Gerichtsbarkeit stehende Terrain. Am genauesten bestimmt sind die Grenzen zwischen dem Neuen Markte und der Altstadt im 4. Artikel des Wolmirstedischen Vertrages vom 26. Mai 1562. S. meine Geschichte der Stadt Magdeburg Bd. 2, S. 330.
[16] Otto von Guericke’s Stiefvater, der Rechtspracticant Dr. Christoph Schulze.
[17] In allen Unterschriften, welche ich in den hiesigen Archiven von ihm gesehen habe, ist sein Name stets Baner, nicht, wie es hier von Guericke geschehen, Banner, geschrieben.
[18] Diesen Namen — auch Burgfreiheit hieß er — führte der Neue Markt, weil die Bewohner desselben, die Geistlichen, frei von städtischen Abgaben und städtischer Gerichtsbarkeit.
[19] Der jetzige Name dieses Dorfes ist Westerhüsen.
[20] Ueber diesen Kreuzgang und dessen völlige Umgestaltung durch den Fürsten Leopold von Anhalt Dessau, den damaligen preuß. Gouverneur, s. Bd. 3, S. 375 meiner Geschichte der Stadt Magdeburg.
[21] Das Fähramt und der Fährgarten lagen auf dem Terrain rechts vor der Strombrücke nach dem Fürstenwalle zu, auf welchem jetzt das mit Nr. 16. der Wasserkunststraße bezeichnete, der Magdeburg-Halberstädter Eisenbahn-Gesellschaft gehörige Gebäude und die Schienenwege liegen. Später — bis 1812 — lagen auf dieser Stelle vier, aus dem einen großen gebildete, Privatgärten, zwei an der Elbe, der Citadelle gegenüber, die zwei andern, durch einen breiten Gang von den ersten getrennt, liefen längs der Stadtmauer hin. s. meine Gesch. d. St, M. Bd. 3, S. 459.
[22] Andreas Grote und Otto von Guericke. Die Schutzherren hatten die Aufsicht über die Festungsanlagen, das Zeughaus und die Kriegesvorräthe, so wie über die Bauten in der Stadt. Ueber die beiden Elbbrücken — die kurze (jetzige Strom-) und die Graals- (jetzige lange) Brücke — so wie die übrigen Thor- und Clusbrücken führten die beiden Fährherren die Aufsicht.
[23] Die damals gebräuchlichen Schießgewehre wurden mit Lunten abgefeuert. Flinten mit Schlössern, bei welchen, durch das Zurückschlagen des Pfannendeckels beim Abdrücken des Hahns, das Pulver entzündet wird, waren damals noch nicht in Gebrauch.