Im Gedränge
Der Menge
Urseiender Wahrheit
Zu sehen
Verstehen
Die werdende Klarheit;
Im kleinen
Erscheinen
Das grosse »An-sich«,
Beim Zahl-viel
Ans All-ziel
Erinnere dich.
Da drinnen
Beginnen,
Da draussen das Ende; –
Dass im Innern
Erinnern
Das Aussen fände,
Lern nennen
Lern kennen
Was aussen ist;
Werde jetzt
Was zuletzt
Von Anfang du bist.
Gewärtig
Unfertig
Die Einzelheit,
Doch vorwärts
Und rückwärts
Die Ewigkeit.
Das Leben
Ein Schweben
Um zuckende Flammen;
Folg allen,
Sie fallen
Zur Sonne zusammen.
Folg einer,
Stets kleiner
Zum Nichts sie verschwindet.
Tauchst dort du, immerfort du,
Ohne Rast du, so hast du
Im Nichts das All ergründet.
Du magst,
Wo du fragst
Wohl Antwort erwerben,
Vom Einen
Zum Keinen
Zum All wohl sterben.
Magst zählen,
Magst schwellen,
Zum Endlosen streben.
Durch Tod
Zu Gott;
Zu Gott durch Leben.
Im Innern
Erinnern
Und aussen Lernen.
Doch immer
Geflimmer
Von bekannten Sternen.
Wusstest schon
Die Lektion
Vorm Unterricht,
Siehst eben
Im Leben
Dein eigen Gesicht.
Was gewesen,
Was du vergessen,
Sagt dir Erinnerung.
Was alt
Wird bald
Im Gedächtnis jung –
Stets nur
Die Spur
Von deinem Sein.
Erinnern im innern
Und Lernen im Fernen;
Hier, dort, das Urselbstein.
Aus deinem Innern sollst du's heben,
Im Innern kreist die ganze Welt.
In dich hinein das Aussenleben
In einen tiefen Abgrund fällt.
Aus dir heraus – bist stets am Ende;
Hinauf, hinab, rundum ..... nur Wände.
Oh wolle nicht nach Aussen schweifen,
Wo deine Kerze flickernd tropft.
Erkennen nenne nicht Begreifen,
Gefühl nicht, wenn dein Finger klopft.
Dem Spiegel wuchsen keine Flügel,
Und doch siehst du die Welt – im Spiegel.
Oh trachte nicht dich auszudehnen!
Sink in dein Inneres still hinab.
Lass draussen der Erscheinung Wähnen,
Steig aus dem engen Weltengrab;
Dort wolle nicht zur Tiefe sinken –
Kann doch in dir das All ertrinken.
Woll' nicht der Gründe Grund ergründen,
Und nicht durchmessen Raum und Zeit!
Nur in der Seele kannst du's finden:
Das »Welteneng«, das »Weltenweit«.
Da ordnen sich des Chaos Trümmer:
Das Nichts, das All, das Ja, das Nimmer.
Der Kugel All ist ohne Ende,
In Punktes Nichts ist kein Beginn.
Von innen dich nach aussen wende
Zurück zum Innerstinnen hin.
Die Welt des Seins, das Nichts des Scheines,
Das Ipse, Tu – Allselbst, Alleines.
I.
Der Mensch ist allwissend, nur weiss er es nicht.
Es sendet die Sonne ihr strahlendes Licht
Hinaus ins weite Weltenrund.
Der Sonne aber wird es nicht kund,
Dass sie das Universum erhellt.
Sie selber schaut sich um in der Welt
Fragend und zagend von Stern zu Stern
Und sieht in jeglicher Himmelsfern
Die eine urewige finstere Nacht
Und nichts von all der leuchtenden Pracht.
Die Sonne sendet das schaffende Licht
Und sucht es in Sehnsucht und findet es nicht.