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Da seh ich: in Zwietracht die Dinge der Welt,
Wie jedes Ganze zum Teil zerfällt,
Und doch das Ganze zusammen hält! –
Da seh ich: in Eintracht die Dinge stehn,
Sich suchen, sich finden, im Kreise – drehn!
Von aussen oder von innen gesehn:
Es dividiert sich die Welt des Scheins
Zum einen ewigen Urselbsteins;
Und auch die Eintracht trägt als Frucht
Das eine Sein als Urprodukt.

Was die Seele dir drückt, wirf es hinaus im Rhythmus.
Was kein Dampfkrahn hebt, spielend lüftet's der Vers.

Auf dem Strome der Zeit vom Urquell der ewigen Weisheit
Schwimmen bewimpelte Kähne ins Meer der Poesie.

Ewige Finsterniss liegt im unbewegten Raume,
Aber der Dichtkunst Fackel wandert von Hand zu Hand.

Närrische Erdengötter, Fackeljongleure der Weisheit,
Wandernde Lichtguirlanden fliegen von Kahn zu Kahn.

Kenne dich selbst, dass ist der Wahrheit innerstes Zentrum,
Wo sich Anfang und Ende mit der Mitte vereint.

Kenne dich selbst im Selbst, kenne dich wieder im Aussen;
Aussen und Innen umspannt ewig das einzige Tu.