Nach einem Motiv von Dr. Charles Humphrey Clarke.

Da zählen wir es an den Fingern ab
Nach Jahr und Monat, Woche, Tag und Stunde
Vom Tag an, den uns unsere Mutter gab,
Bis heut – und glauben solcher Zahlenkunde
Mit Zehnern, Einern, Komma, Dezimal:
So wäre unser Leben = eine Zahl?

Was ist, das ist, trotz Prüfen, Zählen, Messen,
Zurück und hier und vorwärts, nah und weit;
Ob du noch nicht sie zähltest, ob vergessen,
Anwesend ist [und war doch nie] die Zeit.
Ob sie in Wolken liegt noch unerreicht,
Ob du sie greifst, ob sie von dannen fleucht;

Ist Alles, Alles nur die Ewigkeit,
Punkt-Kugel. Ob du deine Flügel breitest
Und fliegst im All, du bleibst doch in der Zeit.
Und ob im Punkt du tief und tiefer gleitest
Milliardendezimal vom Punkt ..... Im All
Im Nichts .... was du erkennst, ist nur die Zahl.

Und doch ists Ewigkeit, die Gott gepresst
Zur Zeit auf dass dein Witz davon erkenne,
Was in dein enges Hirn sich stopfen lässt,
Dein elend Hirn. So Menschlein – lustig nenne,
Was du zu fassen meinst: nur Zahl, nur Zeit.
Bist du am End, beginnt die Ewigkeit.

Du fragst: was nütze dir die Zahl, die nur
Ein Triebsand, wo kein Anker haften bliebe?
So schwing ich aus der Zahlen Unnatur!
Jenseits der Sandbank Zeit die Insel Liebe
Im Meer der Ewigkeit – ist Ankergrund.
Du stehst, und Alles andere dreh' sich rund.

Kannst du ein Ganzes teilen? Was unterfängst du dich Menschlein?
Ehe den Nenner du nennst, zeugt für den Zähler dein Mund.

* * *

Doch der Allunitas gar meinst du Kinder zu zeugen;
Ordnest die Spiegel im Kreis, drin sich die Eins beschaut.