(Ms. Gg. I. 1, fol. 475. Bibl. Publ. Cantab.)
Ici commence le livre de Hending.
|
Jhesu Crist al folkis rede,
That for us alle tholed dede Apon the rode tre. Lern us alle to be wise, And to hendi in Godis servise! Amen, par charité! „Wel is him that wel ende mai,“ Quod Hending. Ne mai no man that is in londe, For nothing that he mai fonde Wonin at home and spede, So fele thewis for to lerne, So he that had i-sowt yerne Aventures in fele dede „Also fele dedis, also fele thewis,“ Quod Hending. |
Treatise on dreams. Fabel. Ein sonderbares lehrgedicht ist die Metrical Treatise on Dreams, über die bedeutung der träume, welches Reliquiæ Antiquæ, Bd. I, seite 261-268 aus einem in der regierungszeit Eduard’s II. geschriebenen Ms. (Harl. Nr. 2253, fol. 119) mitgetheilt wird. Zuletzt möge von den anonymen gedichten dieser periode die bekannte fabel vom fuchse und dem wolfe in den brunneneimern erwähnt werden; sie rührt aus der zweiten hälfte des dreizehnten jahrhunderts her und ist in den Rel. Ant. Bd. II, S. 272-278 (aus Ms. Bodley. Digby, Nr. 86, fol. 138) abgedruckt. Die sprache ist einfach und sehr wenig mit französischem element gefärbt; auffallend ist die aspiration mancher vokale am anfange der wörter. Folgendes ist eine probe:
On hous ther wes, the dore wes ope,
1) gekrochen Hennen weren therinne i-crope1)
Five, that maketh anne flok,
And mid hem sat on kok.
2) höhe 3) nähe The kok him wes flowen on hey,2)
And two hennen him seten ney.3)
„Wox,“ quad the kok, „wat dest thou thare?
Go hom, Crist the ȝeve kare!
4) schämen, schrecken 5) sänger Houre hennen thou dest ofte shome;4)
Be stille, ich hote, a Godes nome!“
Quath the wox, „Sire Chauntecler,5)
Thou fle adoun, and com me ner.
I nabbe don her nout bote goed,
I have leten thine hennen blod.“
Robert von Gloucester. Erst gegen das ende des dreizehnten jahrhunderts begegnen wir wieder auf dem felde der englischen literatur einem grösseren werke, der reimchronik Robert’s von Gloucester,[158] eines mönches der abtei zu Gloucester, welcher während der regierung Heinrich’s III. und Eduard’s I. lebte. Er schrieb in langen gereimten versen von 14 sylben eine geschichte England’s von dem fingirten Brutus bis auf seine zeit, indem er dabei hauptsächlich das lateinische geschichtenbuch von Geoffrey von Monmouth, aus welchem auch Wace und Layamon geschöpft hatten, zu grunde legte. Obgleich die sprache Robert’s schon eine ziemliche anzahl französischer ausdrücke enthält, so hat sie doch noch altsächsische eigenthümlichkeiten beibehalten, was sich vielleicht aus der lage Gloucester’s im abgeschlossenen westen England’s erklären lässt. Nach den ereignissen, welche die chronik erwähnt, muss sie nach 1278 und, wie einige schliessen wollen, sogar wenigstens zum theil nach 1297 geschrieben sein. Zur vergleichung mit Layamon’s sprache möge hier aus Robert’s reimchronik dasselbe von könig Arthurs krönungsfeierlichkeiten handelnde stück folgen:
Aus Hearne’s Ausgabe, Band 1, Seite 190. 191.
Þe kyng was to ys paleys, þo þe seruyse was y-do.
Y-lad wyþ þys menye, and þe quene to hyre also.
Vor hii hulde þe olde vsages, þat men wyþ men were