Draußen stand das Vronele und lockte die Hennen … »Bull … Bull … Bull … Bulliii …« das Geflügel enteilte dem Stall.

Zuletzt guckte das lachende Gesicht des Hennendiandls in den Stall herein. »Oha, da hockt noch a Gockl drin!« rief sie.

Ich sprang in meiner Ecke empor, stieß mir den Schädel noch einmal damisch an, kroch durch das Türl an dem Vronele vorüber ins Freie, setzte wie gehetzt mit ein paar Sprüngen über das Hennenstiegerl hinunter und von da fort über den Anger, hinaus beim Gatterl und weit weg vom Gschwentnerhof.

Das Hennendiandl aber hörte ich hinter mir drein lachen, daß es völlig erstickte.

So geschämt, wie damals vor dem Hennendiandl, habe ich mich in meinem ganzen Leben nie. Noch am gleichen Tage packte ich meinen »Schnerfer« und wanderte talauswärts, um das Zelt meiner Sommerfrische in einer andern Gegend aufzuschlagen. Den Kranzelscheiber Lex aber könnte ich heute noch bei lebendigem Leib braten.

Gesehen habe ich den Lex nicht mehr. Von der Wirtin in Aschau erfuhr ich jedoch vor meinem Abschied durch vorsichtiges Herumfragen, daß der Lex schon seit mehr als einem Jahr der Schatz des Vronele war. Aller Voraussicht nach ist er in jener Nacht, während ich im Hennenstall dunstete, selber beim Hennendiandl fensterln gegangen und hat sich recht ausgiebig über mich lustig gemacht.

Vielleicht hat der Kranzelscheiber Lex im Laufe der Begebenheiten das Hennendiandl geheiratet. Vielleicht auch nicht. In jedem Fall soll ihn der Teufel holen!