Näheres darüber mitzuteilen (was ich weiß, entstammt Mitteilungen aus Kreisen der von ihm gegründeten »occult brotherhood of Eulis«) ist mir mangels Raum hier nicht möglich; außerdem würde ich davor zurückscheuen, es zu veröffentlichen, denn die Sache scheint mir zu gefährlich fürs Gemeinwohl, als daß ich mich auf eine genaue Schilderung einlassen möchte.

Es genügt zu sagen: Randolph benützte als Stimulans zu magischen Handlungen sexuelle Mittel.

Sapienti sat!

Das Ende in derlei Fällen ist immer das gleiche: Irrsinn oder Selbstmord.

Randolph ging an beidem zugrunde; er erschoß sich in einem Anfall höchst sonderbarer Geistesverwirrung.

Ich zitiere wiederum meinen Freund. Er schrieb mir wörtlich: – – – »Die Ursache des quasi über Nacht entstandenen Hasses zwischen Frau Blavatsky und Randolph ist mir vollkommen unbekannt. Vielleicht war es Rivalität. Jedenfalls ist die old lady Siegerin geblieben.« – – – – Dann heißt es am Schlusse des Briefes:

»Es war in Adyar (Indien). Frau Blavatsky und ich saßen regungslos und schweigend auf unseren Sesseln unter großen Schirmen, denn es war glutheiß. Plötzlich rief Frau Blavatsky: ›Jetzt schießt er auf mich, der Nigger! – – – So, jetzt hat ihn der Teufel geholt.

Auf meine erstaunte Frage, was denn los sei, erzählte sie mir, Randolph habe sie soeben auf magische Weise ermorden wollen, indem er (in Amerika! Tausende Meilen entfernt!) eine Pistole geladen habe mit dem Willensbefehl, die abzuschießende Kugel möge sich dematerialisieren (entstofflichen) und sich in ihrem Herzen (Blavatskys) wieder zu Blei zusammensetzen. Im letzten Augenblick jedoch sei Randolph wahnsinnig geworden und habe sich selbst in die Stirn geschossen.

Ich glaubte das natürlich nicht, aber für alle Fälle notierte ich mir Stunde, Datum und Minute.

Was ich ungefähr ein Jahr später von Kate (Randolphs Witwe) in Ohio erfuhr, hat mich tief erschüttert: tatsächlich hat sich der Nigger genau zur selben Zeit in die Stirn geschossen. – Du wirst mir ja glauben und ich erzähle es auch nur dir. Anderen gegenüber schweige ich lieber, damit es nicht wieder heißt: ›Ach ja, theosophischer Hofklatsch.‹«