Fig. 137. Innenseite eines persisch ornamentierten Deckels mit durchbrochenem Ornament auf farbigem Grunde. Düsseldorf.
Fig. 138–141. Maurische Ledervorsätze.
Fig. 142. Gravierter türkisch-egyptischer Einband in braunem Leder mit rotem Mittelfeld. 16.-17. Jahrh. Düsseldorf.
Die sorgfältige und mühsame Kunstarbeit begann im Orient mit dem Sinken der mohammedanischen Macht zu erlahmen. Man griff zu ärmlichen Ersatzmitteln für die frühere edle Technik. An Stelle des Ledervorsatzes trat gepreßtes Goldpapier, das noch dazu vom Golde nur den Namen geborgt hatte. Die gepreßten Einlagen beschränken sich oft auf das Mittelstück des äußeren Deckels und sind statt aus Leder aus Papier geschnitten. Gold- und Silberpapier, ja Zinnfolie bilden den Untergrund, der dann noch mit durchschimmerndem Lack in einer oder mehreren Farben überzogen wird. Besonders sind in Anatolien eine Menge solcher Einbände hergestellt worden.