c) Von unnötigem Achten auf sich selbst.

d) Von Vorstellungen, denen überhaupt kein Äquivalent in der Wirklichkeit entspricht (die z. B. unbegründete Sorgen ausmachen).

II. Diese Mängel sind gleichbedeutend mit Hemmungen oder Widerständen im Bewußtseinsstrome.

III. Diese Widerstände erzeugen das empirische (spezifisch menschlich-tierische) Bewußtsein.

IV. Aber Bewußtsein besitzen wir auch dann, wenn die Hemmungen fehlen. Daher unterscheide ich dieses letztere als Bewußtsein an sich von jenem empirischen Bewußtsein. Dieses ist ein Spezialfall des Bewußtseins an sich, eine Modifikation von ihm.

V. Den idealen Erkenntnisvorgang besitzen wir in der äußeren Wahrnehmung: denn hierbei folgt die Erkenntnis (das Urteil) sofort auf die Vorstellungen. Ebenso besitzen wir im Verein damit den idealen Willensvorgang in der Bewegung im Raume: denn wir können ihn mit unfehlbarer Sicherheit und scheinbar mühelos ausführen. Bei dieser Art von Erkenntnis und Willenshandlung fehlen Widerstände.

VI. Dieses Ideal sollte daher auch im höheren Denken erreicht werden.

VII. Der Weg dazu besteht einmal in dem Fortschritt der Organisation der Hirnrinde. Das andere Mal können wir uns durch Selbstverleugnung einigermaßen dem Ziele nähern. Denn durch sie wird in hohem Grade der Wille von den unerwünschten Vorstellungen (s. I, 2) losgerissen.

VIII. Im übrigen ist Auslese das Mittel zur Erreichung des Zieles seitens der Menschheit.