Indra aber erwiderte lachend:
„Freund, ich weiß es nicht. Da mußt Du einen anderen fragen.“
Und verschwand.
Da dachte Valmika:
„Kann ich mein Weib befreien, so kann ich sie nicht mehr lieben. Kann ich sie nicht befreien, so kann ich sie auch nicht lieben; denn ich kenne sie ja nicht. So wäre es am besten, ich risse diese Liebe ernsthaft aus meinem Herzen um meinetwillen.“
So ging er wieder mit Macht ans Meditieren. Aber immer, wenn er nahe am Ziel war, zerstörte ihm der Gedanke „Hab’ ich erst meinen Spruch und sind jene beiden verascht, wie will ich mein Weib umarmen!“ alles.
So saß er Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat in einem beständigen Hängen zwischen Lieben und Entsagen. Und weil er so unbeweglich saß, so begannen die Ameisen wieder über ihm zu bauen. Und heute sitzt Valmika wieder in seinem Ameisenhaufen so tief wie damals, als die Prinzessin ihm die Augen ausstach, weil sie sie in der Tiefe für glänzende Kiesel hielt.
Wenn die Alten so weit erzählt haben und die Jungen voll Neugierde fragen:
„Wird er denn immer so hängen?“ so antworten die Alten: