„Ich darf nicht, Katha.“

„Nala“, sagte sie und legte ihren Arm etwas fester um seinen Hals, „bist du schon müde?“

„Ich fühle noch garnichts“, sagte er munter und schwenkte sie etwas zur Bekräftigung.

Sie lachte vor Vergnügen und sagte: „Nala, ich kann Dir die Frage eigentlich nicht erlassen. Wenn Du aber garnicht kannst, so will ich Dir erlauben, etwas anderes dafür zu tun. Wenn Du mich von hier nach meinem Dorfe trägst, so will ich dein Weib sein ohne Frage und Dir den schönsten Verlobungskuß geben. Wenn Du unterwegs auch nur frägst, ob Du absetzen darfst, so hast Du schon verloren. Wenn es Dir aber zu schwer wird, so brauchst Du nur zu sagen: ‚Katha, willst Du mein Weib werden?‘ so ist alles gut.“

Sie waren jetzt an der Landstraße. Nala war ein kräftiger Bursche. Er dachte: „Ich schaff’s schon. Überdies kann ich wandern, bis ich alt und grau bin, wenn es mir hier nicht glückt.“ Er hielt die Weiber für den rarsten Artikel der Welt. Darum sagte er:

„Gut, Katha, das soll ein Wort sein. So trage ich Dich denn bis ins Dorf.“

„Nein! Wo denkst Du hin! Nur bis an das Buddha-Bild. Ich zeige es Dir schon. Es ist nur eins.“

„Gut, aber ich habe auch meine Bedingungen.“

„Was denn für welche?“