I beg to acknowledge receipt of your telegramm setting forth your formal protest against your troops being treated as prisoners of war. This will duly be forwarded to the War Office. Meanwhile I am sure you will recognise that pending the receipt through the War Office of a communication on the subject of the German Govt. I have had no choice but to act in accordance with the orders of the War Office, and treat your force as prisoners of war.
Am gleichen Tage ging der erste Transport der Truppen auf vier Schiffen an Bord. Auf einem derselben, dem St. George, waren außer der aus englischer Marine bestehenden Besatzung und einem Eskortoffizier nur der Gouverneur und die Offiziere des Kommandos mit ihren schwarzen Dienern untergebracht. An Verpflegung hatten wir Cornedbeef, Datteln und Biskuits von den Engländern erhalten, und Oberveterinär Dr. Huber sorgte auch hier an Bord, wie vorher schon so viele Jahre im Pori, ausgezeichnet für unser leibliches Wohl. Der britische Commander, der Eskortoffizier und die gesamte Besatzung waren außerordentlich entgegenkommend. Als nach kurzem Aufenthalt am Abend des 3. Dezember in der belgischen Station Vua während der Nacht ein heftiger Sturm ausbrach, der die Sonnensegel zerriß und unter anderem auch Dr. Hubers Rock wegführte, da waren die englischen Matrosen aufs sorgfältigste um die ganz durchnäßten Deutschen bemüht.
Am 5. Dezember langten wir in Kigoma an. Der Ort stand unter belgischem Befehl, und weit über alle Erwartungen hinaus haben uns hier die Belgier bewirtet und dabei doch die taktvolle Zurückhaltung bewahrt, die uns gegenüber nun einmal geboten war. Für alle Europäer waren in großen Schuppen gedeckte Tafeln aufgestellt, ein Anblick, dessen wir seit Jahren entwöhnt waren. Sogar etwas Rotwein tauchte auf. Der belgische Gouverneur hatte seinen Ordonnanzoffizier, der fließend Deutsch sprach, zu unserem offiziellen Empfang gesandt, und ich nahm gern Gelegenheit, mich vor Antritt der Eisenbahnfahrt bei dem belgischen Commandant de place für die uns erwiesene Kameradschaftlichkeit, die bei Soldaten ja auch zwischen Feinden bei gegenseitiger Achtung besteht, zu bedanken.
Europäermahlzeit
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GRÖSSERES BILD
Auch bei den Engländern blieben gelegentliche Ungezogenheiten einzelner Offiziere, deren Kinderstube augenscheinlich nicht nach Süden gelegen hatte, durchaus auf Ausnahmefälle beschränkt. Ältere Herren griffen sogleich in taktvoller Weise ein, wenn einzelne jüngere Kameraden beispielsweise einen deutschen Kranken rücksichtslos aus dem Eisenbahnabteil entfernen wollten. Auf der Eisenbahn waren wir Europäer recht gut untergebracht und konnten uns wie im Frieden in der Nacht durch Ausziehen der Lederpolster und Einhaken der Gestelle gute Schlafgelegenheiten übereinander herstellen. In Tabora waren eine Menge Deutsche auf dem Bahnhof. Sie beklagten sich über viele Räubereien seitens der Belgier und der Engländer. Es ist auch wohl sicher, daß viele Ausschreitungen vorgekommen sind. In Dodoma blieben wir die Nacht über liegen und hatten am nächsten Morgen Gelegenheit, uns Wasser zu holen und gründlich zu reinigen.
Nach Morogoro war über das Eintreffen unseres Transportes Nachricht gegeben worden, und hier fanden wir nachmittags die deutschen Frauen wieder, die in Morogoro und Umgebung vor 2 Jahren zurückgelassen worden waren. Sie hatten Tee und Kaffee gekocht, Bufette mit Brötchen eingerichtet und Kuchen in Massen gebacken. Dazu gab es die schönsten Früchte. Fast ebenso interessiert wie die Deutschen waren die Engländer selbst. Außer einem sehr liebenswürdigen älteren Sanitätsoffizier ist mir besonders ein baumlanger Korporal in Erinnerung, der augenscheinlich schon vor Eintreffen unseres Zuges eine ganze Reihe von Gläsern auf unser Wohl getrunken hatte. Es gelang mir aber doch schließlich auch diesem zu entschlüpfen.
In Daressalam trafen wir am 8. Dezember um 7 Uhr vormittags ein. Die Europäer wurden in einem mit Stacheldraht umgebenen Lager in großen Zelten gut untergebracht. Die Verpflegung war gut und reichlich und in der englischen Kantine gab es Bedarfsartikel aller Art zu billigen Preisen zu kaufen. Gouverneur Schnee und ich wurden durch den Chef des Stabes des britischen Oberbefehlshabers, General Sheppard, empfangen und zu unserem außerhalb des Lagers recht hübsch gelegenen Hause geleitet. Dorthin hatte General van Deventer freundlicherweise einen Imbiß zur Begrüßung geschickt. Hier wurden Major Kraut, Hauptmann Spangenberg und Oberveterinär Dr. Huber einquartiert. General Wahle, der vor einigen Monaten in Ubene krank in Feindeshand zurückgelassen war, fanden wir hier recht erholt wieder. Wir machten wiederum gemeinsame Messe und unsere Bewegungsfreiheit außerhalb des Hauses war nur insofern etwas eingeschränkt, als wir stets einen britischen Eskortoffizier bei uns haben mußten. Anfänglich waren diese Herren recht unpünktlich, aber es bildete sich schließlich doch ein erträglicher Zustand heraus, und ich hatte Gelegenheit, in Daressalam die Bekannten aufzusuchen und meine persönlichen Angelegenheiten zu ordnen. Meist wurde mir hierzu auch ein Auto gestellt. Der Vorstand der Gefangenenlager, Major Hosken, der schon in Tanga für die gefangenen deutschen Frauen und Kinder große menschliche Fürsorge gezeigt hatte, war auch in Daressalam bemüht, unnötige Schikanen von uns fernzuhalten.
Wir waren schon auf der Eisenbahnfahrt überrascht gewesen, fast auf jeder Station mehr englische Europäer anzutreffen, als wir in der ganzen Schutztruppe hatten; hier in Daressalam aber wimmelte es von weißen Truppen. Ich schätzte ihre Zahl auf nicht unter 5000, und zu Hunderten und Aberhunderten standen die reparaturbedürftigen Automobile in den Wagenparks.