Eine ganz auffallend gekleidete junge Dame ging dicht an ihm vorüber, blickte ihm verwundert ins Gesicht und lachte ihn aus. Er sah hinter ihr her und wunderte sich, daß eine solche Dame so unpassend sein konnte, denn sie trug einen Hut mit so großen Federn, wie Hans noch nie gesehen, schwang einen nadeldünnen Schirm in der Hand und trällerte vor sich hin.

Dem Hans wurde schwach im Herzen, und seine Sehnsucht nach der Heimat war mit einem Male wieder ganz heftig, daß sie ihm weh tat, denn er fühlte sich gänzlich verlassen von diesen eiligen Menschen, die nur alle gerade vor sich hinsahen.

Da aber gedachte er, daß er ja keine unrechten Dinge vorhatte, und fiel ihm der Gesangbuchvers ein, den er oft mitgesungen in der kleinen Dorfkirche, vor deren Fenstern die Linden standen:

„Befiehl du deine Wege

Und was dein Herze kränkt,

Der allertreusten Pflege

Des, der den Himmel lenkt.

Der Wolken, Luft und Winden

Bestimmte Ziel und Bahn,

Der wird auch Wege finden,