Ein zweites Mal hatte ich ebenfalls Glück.

Meine Gefährten beglückwünschten mich fröhlich, nannten mich einen Glückspilz, und in meinem Stolz widersprach ich nicht.

Aber in dem einstimmigen Lob unterschied ich, wie bei meinem ersten Versuch, ein unerklärliches Lachen und Getuschel.

Das Fischen währte bis zum Abend. Als der Vorrat der kleinen Köderfische erschöpft war, entzündete die Sonne rote Flammen am Horizont, und unser Fahrzeug war mit zehn prächtigen Thunfischen beladen.

Wir bereiteten uns zur Rückfahrt vor. Während alles instandgesetzt wurde, fragte ich einen jungen Burschen nach dem Sinn der ganz leise gewechselten Worte und nach dem Lachen, das beide Male meinen Fang begleitet hatte. Er weigerte sich zu antworten. Aber ich ließ nicht nach, denn ich wußte, wie gering die Widerstandskraft des Maorie ist und wie bald er energischem Drängen nachgibt.

Schließlich vertraute er mir an: Wem der Thunfisch in den Angelhaken beißt – und meine hatten das beide getan, – dem ist zu Haus die Vahina untreu.

Ich lächelte ungläubig.

Und wir kehrten zurück.

Die Nacht bricht in den Tropen schnell herein. Es galt ihr zuvorzukommen. Zweiundzwanzig muntere Pageien (schaufelartige Ruder) tauchten gleichzeitig ins Wasser, und um sich anzufeuern, stießen die Ruderer im Takt dazu laute Rufe aus. Unsere Piroge hinterließ eine phosphorleuchtende Furche.

Mir war zumute wie auf einer tollen Flucht: die ergrimmten Herrscher des Ozeans verfolgten uns, und um uns schnellten, wie phantastische Scharen unbestimmter Gestalten, die aufgeschreckten, neugierigen Fische empor.