Man sieht, das klingt ganz wie in sozialdemokratischen Schriften.

Mit jenem Bohrer und diesem Monteur hatte ich später noch ein paar mal ähnliche Gespräche.

Jenen traf ich bald darauf eines Morgens während der Frühstückspause in dem unsrer Fabrik benachbarten Käseladen, den ich im zweiten Kapitel bereits erwähnte. Der ganze Laden und die Wohnstube der Besitzerin waren gestopft voll von unsern Leuten. Einer, ein Stammgast, verlangte für zehn Pfennige Limburger Käse und eine Flasche Bier. Als er es erhalten hatte, sagte er:

Danke, der liebe Gott wirds bezahlen.

Da könnt ich lange warten, war die Antwort der Verkäuferin. So hats zwar immer geheißen; aber der bezahlt nichts.

Es wird wohl gar keinen lieben Gott geben, warf da der Bohrer ein, der daneben stand.

Glaubs selber, lachte die Frau. Beten ist altmodisch. Es hilft ja auch nichts. Wer nicht arbeitet, hat nichts.

An demselben Tage rief mich einmal der Monteur zu sich.

Was giebts?

Ich will ihnen einmal den Herrgott zeigen: tragen Sie hier die Welle zum Langlochbohrer. Das werden Sie schon spüren.