»Das bist du!« sagte der Vater und stand auf und sah mit leuchtenden Augen auf seinen Sohn, der ihm wie ein Wunder erschien in seiner plötzlichen Verwandlung.
Samo aber sah seinen Bruder ganz erschrocken an.
»Du – du – was fällt dir auf einmal ein?«
»Jetzt rede ich erst!« sprach der Vater mild, aber fest, und wandte sich an seinen ältesten Sohn.
»Dir hat Gott geholfen, Juro, er hat dir gezeigt, was du tun sollst, weil du der Kral der Wenden sein wirst. Die Mutter hat sich großen Kummer gemacht. Sie wollte noch mit dir reden, aber sie starb zu rasch. So werde ich dir sagen, was nötig ist. Wir wollen, daß du ein guter Hausvater und ein treuer Kral wirst, und wir haben bestimmt, daß du unsere Jungfer Hanka zur Frau nimmst.«
»Ich – was? – Ich – Hanka? – –«
Der Jüngling brachte keinen Satz zustande. Er stand blaß vor dem Vater, und es war, als ob sein Hirn lahm und seine Glieder starr geworden wären.
Samo schlug ein lautes Gelächter an.
Der Vater verwies Samo dieses Lachen mit strenger Gebärde.
Juro gewann endlich die Herrschaft über sich zurück. Er sprach nicht gleich, aber man sah an seinem Gesicht, wie rasch die Gedanken arbeiteten.