Schließlich sagte er mit ruhiger Stimme, durch die kaum ein merkliches Beben lief:
»Vater, der Eltern Wille ist in Ehren! Und das Mädchen, die Hanka, ist in Ehren! Aber ich werde Hanka nicht heiraten, denn ich habe bereits eine Braut.«
Der Vater sah ihm steif ins Gesicht und sprach:
»Du kannst keine Braut haben, Juro, denn ich weiß nichts davon. Es ist Sitte von alters her in unserer Familie, daß der Sohn mit seinem Vater spricht, ehe er mit einem Mädchen von der Ehe redet, und es ist Sitte, daß kein braves Mädchen mit sich von der Ehe sprechen läßt, ehe sie weiß, daß der Bursch mit seinem Vater einig ist.«
Juros Gesicht wurde dunkelrot. Aber er sprach mit ruhiger Stimme:
»Die Zeiten ändern sich, Vater! Unsere Zeit macht die Menschen schnell selbständig. Unselbständige Leute vernichtet sie. Ich bin schon lange mündig, ich habe so viel gelernt, um zu wissen, was ich tue, und ich werde nur das Mädchen heiraten, das ich mir selbst gewählt habe. Es ist Elisabeth von Withold.«
»Wer?«
»Elisabeth, die Tochter unseres Nachbarn!«
»Des Rittermäßigen?«
»Ja!«