Indessen schlafe in Gottes Hut, alte Krone! Das Volk denkt an dich! Der Schiffer tief drunten an der Spree träumt manchmal von dir, wenn er in langsamer Fahrt durch das stille Wasser zieht; der Pflugtreiber, der sich auf sandigem Hügelfeld im Oberland um geringen Lohn quält und müht, ermißt in seinen einsamen Gedanken deinen Wert; im heimlichen Kreis der winterlichen Spinnstuben wird von dir geraunt und geflüstert, und keines dieser treuen armen Menschenkinder wird dich je verraten.

Schlaf in Gottes Hut, alte Krone, bis der junge Morgen tagt, da du auferstehst aus deinem ehrwürdigen tausendjährigen Grabe!

Inzwischen wird die weiße Wolke, die über Wendenland segelt, oft über dir halten und im Abendrot auf dich herniederglühen, wird der weiße Fisch in der Sprewja im stillen Wasser stehen und nach dem grünen Walde hinüberlugen, wo du schläfst.


Samo und die alte Wičaz, die sich wieder einmal von ungefähr auf dem Felde getroffen hatten, sahen von ferne den grünen Kronenwald.

Da wies die Alte nach dem Walde hin und sagte:

»Daran will er sich auch vergreifen!«

»Woran? Doch nicht an dem Kronenhügel?«

»Ja, an dem Kronenhügel.«

»Wer? Juro?«