»Zehnmal bin ich jetzt družba gewesen; siebenmal haben sie mich rausgeschmissen, dreimal ist es geglückt. Schade, daß ich schon so alt bin; ich könnte noch viel Gutes stiften.«

Zum Unglück kam die alte Wičaz daher. Kito, der sonst ihr erklärter Widersacher war, ging auf sie zu, erfaßte unversehens ihre rechte Hand, hob die Hand über ihren Kopf und drehte die Frau etliche Male blitzschnell um ihre Achse.

»Was fällt dir denn ein, du verrückter Kerl?« fragte die Alte schnaufend.

»Ach, ich wollte wieder mal mit einem jungen Mädchen serska reja[42] tanzen und sehe eben, daß ich mich vergriffen habe.«

Die Alte sah ihn neugierig forschend an und ging dann schimpfend davon. Kito aber begab sich nach dem Kretscham, der gleichzeitig das Kaufhaus des Dorfes war, trank erst drei Gläser Schnaps, kaufte dann Tinte, Feder und Papier und schrieb am selben Abend noch an Samo folgenden Bericht:

Lieber Freund Samo!

Ich habe es mir ehrenvoll entledigt. Drei Gläser palenc hatte ich getrunken, und eines hat die Hanka gegeben und selbst zugetrunken. Sie ist nicht übel. Über den alten Fritz und den Pastor mit dem Käse hat sie sehr gelacht. Die alte Wičaz hat mit mir serska reja tanzen müssen. Oh, die hat geflucht! Aber sie soll nur mit ihren Wanzen kommen! Ich fühle mich wieder ganz jung. Ich sterbe noch sehr lange nicht. Und sie wird schon wieder gesund werden. Denn solche Mädel haben solche Mucken, das war immer so. Die Spinnstube ist abbestellt. Aber auf den Sonntag ist eine kleine Kirmes. Wenn ich noch auf die Linde könnte, würde ich schon eine starke Predigt halten. Womit ich schließe als dein treuer Freund und Brautwerber

Kito.