»Ja. Und Ihr – Ihr seid wohl Kito?«
»Kito! Kito! Kito!« sagte der Alte in höchster Verlegenheit und machte eine Menge Verneigungen.
»Ich möchte ein paar Augenblicke mit dem Herrn sprechen.«
»Mit dem Scholta! Der ist zu Haus. Herr Samo ist in der Stadt. Wenn das gnädige Fräulein so gnädig wäre, ins gute Stübel zu kommen, wir müssen freilich über die Treppe …«
»Es ist nicht nötig, Kito! Ich warte hier.«
»Hier im Hausflur? O nein, nein! Auch nicht in der Wohnstube! Ein gnädiges Fräulein …«
Hinter der Küchentür hatte Hanka alles mit angehört. Zu dem Schreck, den sie erlitten, kam jetzt die weibliche Angst, der alte Pulverkopf Kito möchte wirklich die – die Fremde ins »gute Stübel« führen. Das war ungeheizt, und der ganze Fußboden des fast nie benutzten Raumes lag voll Winteräpfel und Walnüsse. Diese Schande ertrug Hanka nicht. Kurz entschlossen trat sie in den Hausflur.
»Pomogaj Bog wam!« grüßte sie wendisch. »Gott helfe Euch!«
»Bog žekujscho!« dankte Elisabeth. »Gott vergelte es!«
»Es – es – in der Oberstube ist es kalt«, stammelte Hanka und öffnete die Wohnstubentür. Elisabeth trat in den großen Raum, in dem das Kaminfeuer brannte.