»Ich werde gern trinken, wenn Fräulein Hanka mit uns trinken will.«

Hanka sah auf, als sie sich beim Namen genannt hörte, und verschwand eiligst.

Hanzo trommelte leise auf den Tisch, dann sagte er:

»Gnädiges Fräulein, ich habe Sie bis jetzt nicht gekannt. Nur so vom Sehen habe ich Sie gekannt. Ich hätte auch nicht zugegeben, daß mein Sohn Juro die Augen zu Ihnen erhebt, aber jetzt sehe ich ein: Gott hat ihn gesegnet!«

Elisabeth schlug die Augen nieder. Hanzo fuhr fort:

»Juro wird Ihnen alles gesagt haben. Er muß das auch, da er Ihr Bräutigam ist. Und Sie werden ihm recht geben, nicht wahr?«

Elisabeth blickte angstvoll auf.

»Ich – ich kann es ja nicht leugnen: – ja, ich gebe ihm recht.«

»Das ist ganz richtig!« entgegnete Hanzo milde. »Sie als deutsches Fräulein können gar nicht anders. Sie halten zu Ihrem Volk; das wird Ihnen niemand verdenken. Aber anders ist es mit Juro. Der ist ein Wende, oder vielmehr, er war ein Wende; denn er ist abtrünnig!«