Da sagte sie mit ruhiger Bestimmtheit:

»Er hat seine Überzeugung und handelt nach seiner Überzeugung; wenn er das nicht täte, wäre er kein Mann.«

Nun schlug Hanzo die Augen nieder. Elisabeth fuhr fort:

»Ich bitte Sie, daß Sie sich mit ihm versöhnen, daß Sie zugeben, er muß nach seiner Überzeugung handeln.«

»Nein, das kann ich nicht«, sagte Hanzo fest und bestimmt.

»Geben Sie nicht zu, daß er bloß der inneren Macht folgt, die ihn leitet? Glauben Sie, er sei schlecht?«

Hanzo sah vor sich hin.

»Das ist eine schwere Frage«, sagte er beklommen.

Elisabeth stand auf. Ihre Stimme floß jetzt ruhiger, aber es war ein bitterer Ton darin, als sie sagte:

»Das hätte ich nicht gedacht. Ich bin noch ein unerfahrenes Mädchen, aber ich habe immer gehört, man dürfe zwar eine fremde Meinung bekämpfen, aber man dürfe den, der sie hat, nicht für schlecht halten, nur weil er anders denkt als man selbst denkt.«