»Höre Kral, ich muß dir etwas sagen. Da wir nun zu diesem frohen und schönen Feste so viele Dorfväter beisammen sind, so wollen wir etwas besprechen und abmachen, was allen von uns sehr am Herzen liegt. Dein Sohn Juro ist nicht hier, obwohl sein einziger Bruder Hochzeit hält.«

Hanzo errötete leicht.

»Juro ist auf einer Reise,« sagte er; »er ist jetzt in Italien.«

»Ja, und er ist vier Wochen vor der Hochzeit dorthin gereist. Aber das geht uns nichts an. Etwas anderes müssen wir mit dir abmachen. Sieh, Hanzo, du bist noch nicht alt, und Gott soll dir noch viele Jahre schenken. Aber deine Frau war auch nicht alt und starb doch. ›Ihr wisset weder den Ort noch die Stunde‹, sagt die Bibel. Wenn du nun einmal den Tod finden wirst, müssen unsere Leute wissen, wer ihr Kral ist. Und ihr Kral kann dann nur Pán Samo sein.«

Hanzo schwieg.

»Er hat heute«, fuhr der andere fort, »die Hanka geheiratet, das einzige Mädchen, das noch aus der Familie des alten Kral ist. Er hält zu uns, er beachtet unser Volk; er soll unser Kral sein.«

Hanzo entgegnete darauf:

»Der Erbsohn ist Juro, und er hat sein Recht nicht abgetreten und will es auch nicht abtreten.«

»So müssen wir ihn absetzen, und zwar werden wir ihn heute absetzen.«