Endlich kam Hanka im Brautstaat. Sie war blasser als sonst, aber sie lächelte. Mit großem Lärm wurde sie empfangen. Nun ging es ins Haus hinein zum Frühstück. Der Bräutigam mußte sich von der Braut fernhalten; nur der družba hatte das Recht, ihr Kavalier zu sein. Kito strahlte vor Stolz und Freude. Und er sorgte für alles. Er fragte die Mutter, ob sie der Tochter auch einen Taler in den Strumpf gesteckt, ob sie ihr auch Salz in den Schuh geschüttet habe, damit der Reichtum nicht ausbleibe, und ob sie auch nicht vergessen habe, ihr ein Äpflein mitzugeben, damit der Kindersegen nicht fehle. Er wolle gewiß drei Bissen Brotes unterwegs essen, damit die Ehe eine glückliche werde.

Alles war erfüllt. Alle Vorzeichen waren gut. Zunehmender Mond war, und es war Dienstag, der beste Tag für eine Hochzeit.

Zur Trauung ging es zu Wagen, und wieder war Kito der Begleiter der Braut. Kinder und große Leute standen am Wege, Zuckerwerk und kleine Münzen wurden ausgestreut, und es war Jubel aller Enden.

Unterwegs geschah aber etwas, worüber sie alle erschraken. Eine Kuhherde kreuzte den Weg. Der Brautwagen mußte anhalten. Das war kein gutes Zeichen. Kito aß nun neunmal drei Bissen trockenes Brot, um den Zauber abzulenken, und sagte nach dem siebenundzwanzigsten Bissen: »Jetzt bin ich zwar satt, und das ist schade an einem solchen Tage, zumal, wenn man sein Lebtag nicht immer an der Bratenpfanne gesessen hat; aber nun wird doch alles gut gehen in der Ehe.«

Hanka nickte freundlich. Sie war sehr still in allen diesen Tagen und ließ alles schweigend über sich ergehen.

Bei der Rückkehr aus der Kirche hielt der Wagen vor dem Tor. Die Mutter kam aus dem Hof. Sie hielt einen neuen Topf mit Milch in der Hand. Daraus tranken Bräutigam und Braut, und der družba zerschellte darauf den Topf an einem Stein. Nun ging die ganze Hochzeitsgesellschaft in den Hof; der družba hielt eine Rede, in der er wieder Abbitte leistete für alles etwa geschehene Unrecht, dann setzte die Musik ein, und es wurde im Hofe getanzt.

Und dann wurde geschmaust und gegessen den ganzen Tag lang und in der Schenke die ganze Nacht getanzt.


Es waren aber zu dieser Hochzeit Gäste von nah und fern gekommen, Gäste, die nicht zur Verwandtschaft und nächsten Freundschaft gehörten, sondern Ehren halber als Vertreter großer Gemeinden oder Bezirke vom Kral eingeladen worden waren.

Einer von diesen Leuten traf bald nach dem Essen mit Hanzo im Großgarten zusammen und sagte: