Er lachte höhnisch und bitter. Hanka flog ein Schauer durch Leib und Seele. Sie, deren ganzes Sinnen von Jugend an auf Ordnung, Reinlichkeit und behaglichen Wohlstand gerichtet war, erschrak vor dieser liederlichen Höhle.
»Hier wohnst du?« fragte sie tonlos. »Die ganzen Jahre?«
»Seit einem halben Jahr. Meine frühere Wohnung war noch schlimmer; zeitweise hatte ich überhaupt keine Wohnung.«
Da brach sie in Tränen aus.
»Es wird jetzt besser, Samo; ich bringe dir Geld mit von deinem Vater – sechstausend Taler!«
Samos Augen blitzten auf.
»Geld? – Sechstausend Taler? – Ah, mein Mutterteil! Das ist nicht schlecht!«
Er lächelte vergnügt.
»Geld habe ich schon lange nicht mehr gehabt. Aber sag' das niemandem, Hanka, das darf niemand wissen! Das würde gleich Verdacht erregen. Ich bin hier der verbummelte und verarmte Journalist Wenzel Halek. Das darfst du nie vergessen. Ich heiße Wenzel Halek.«
Sie setzte sich müde und traurig auf einen Stuhl.