»Deine heilige Krone habe ich verkauft!«
Der Alte schrie auf.
»Ich habe sie an einen Matrosen verkauft, der hier zu Besuch war und jetzt über alle Berge ist.«
»Das kann nicht wahr sein, das kann nicht wahr sein,« heulte Krok; »das gibt Gott nicht zu!«
»Laß Gott aus dem Spiel, alter Lump! Deine Krone wird in irgendeinem Hafenort verschachert oder eingeschmolzen werden. Fünf Gulden habe ich dafür bekommen. Da hast du das Geld!«
Er warf es dem Alten vor die Füße. Der schnappte nach Luft, brachte aber kein Wort mehr heraus.
»Siehst du, alter Krok, das ist meine Rache! Eine viel zu winzige Rache. Ich habe dir einen alten Silberscherben genommen, der tot und leblos war; du hast mir die lebendige Krone meines Volkes vom Haupte gerissen, du hast aus dem künftigen Wendenkral einen versoffenen Vagabunden gemacht. Wenn ich sage, wir sind quitt, bin ich großmütig. Ich zerstörte dir eine Marotte, du zerstörtest mir das Leben.«
Nun schlug der alte Krok einen andern Ton an:
Mit gefalteten Händen stand er vor Samo:
»Erbarme dich, Samo, erbarme dich! Sei großmütig, wirklich großmütig! Gib mir die Krone wieder!«