Da nahm Samo seinen Hut und stürmte davon. Der Alte lief ihm wimmernd und händeringend nach.
Der trübe Tag verging, eine sternenlose Nacht folgte ihm. Und als auch sie vorüber war und das fahle Morgenlicht durch die Straßen schlich wie ein zu früh gewecktes, müdes Kind, das auf Arbeit ausgehen muß, da verließ Samo das Wirtshaus, in dem er so lange gewesen war, und irrte erst ziellos durch die Gassen und kam schließlich, von innerem Drang geleitet, an das Haus des alten Krok.
Was er dort wollte, wußte er nicht; er wollte sich wohl mit dem alten Manne weiter streiten. Es tat ihm wohl, mit ihm Händel zu haben. So klopfte er an die Tür.
Nur wenige Minuten, und die alte Haushälterin kam und erschrak so vor Samo, daß sie sich auf die Treppe setzen mußte. Samo schloß die Tür von innen und ließ die Alte sitzen, nachdem er ihr unter einer rauhen Drohung verboten hatte, Lärm zu schlagen. Das Weiblein duckte sich zitternd und heulend zusammen.
Oben im Eckzimmer war Licht, auch der Nebenraum war erleuchtet. Aber Krok war nicht zu sehen. Da ging Samo nach der Kapelle.
Sie war hell erleuchtet. Ungezählte Kerzen flammten.
Der beraubte Tabernakel des Altars stand offen.
Und auf den Stufen des Altars lag lang dahingestreckt der alte Krok und war tot.
Regungslos stand Samo, starrte mit stumpfem Sinnen in das Kerzengeflimmer und dann wieder auf den toten Greis. Lange stand er so. Dann aber war es, als würden die Heiligen und Helden an den Wänden lebendig.