Als es heller wurde, ging Samo nach Hause.
Nun kam noch ein ernstes Wort mit dem Weibe. Am Ende war der auch Unrecht geschehen. Aber Unrecht muß geschehen, Hanka, muß! Hast halt auch Unglück gehabt. Glaubtest, einen künftigen König zu heiraten, und bekamst einen Lumpen …
Die Stube war leer. – – –
Auf dem Tische lag ein Zettel. In Hankas wenig geübten Schriftzeichen stand darauf zu lesen:
»Ich habe bei dir ausgehalten, weil ich glaubte, du seiest im Recht. Jetzt gehe ich fort. Ich will unser Kind ordentlich erziehen oder es doch zu guten Leuten bringen. Deiner mag sich Gott erbarmen. Hanka.«
Samo las den Zettel zweimal, dann nickte er mit dem Kopf.
»Es stimmt!«
Ein paar Minuten starrte er stumpf vor sich hin. Dann öffnete er die Kommode und durchsuchte sie. Dabei brummte er:
»Es war doch – es war doch – ein Strick im Schube! – – Wo ist er nur – ist er nur? Immer, wenn man was braucht, findet man's nicht. Wo ist nur der Strick?«