»Ich komm – ich komm um Verzeihung bitten – ich …«
»Was? Laß das, Hanka! Werde erst ruhig! Laß mich lieber fragen. Du warst bei Samo, bei deinem Manne, nicht wahr?«
»Ja – er – er hat – hat alle betrogen – er hat – hat die Krone eingegraben – und sie war – war gefälscht!«
Sie weinte leidenschaftlich. Juro faßte sie an beiden Händen.
»Liebes Kind, das weiß ich schon, das ist mir ja nichts Neues – reg' dich doch darum nicht so auf! Das ist eine alte Geschichte für mich, die nun endlich vergessen sein soll.«
»Ich bin – bin bei ihm geblieben, bis ich das wußte. Aber jetzt – jetzt konnte ich nicht mehr.«
»Du bist fort von ihm?« sagte Juro düster. »Du hältst es bei ihm nicht aus?« Weiteres mochte er nicht fragen.
Hanka aber sagte unter einem Strom von Tränen:
»Er ist – ist ganz liederlich geworden – er erträgt es nicht, daß er so ausgestoßen ist – und ich – ich erwarte ein Kind – und das Kind kann da nicht aufwachsen, nicht bei diesen schrecklichen Menschen in Prag – nicht, wo ich jetzt alles weiß …«
Juro sah sie mitleidig an. Er streichelte ihr den Kopf, und sie schwieg eine lange Weile, ehe sie sich fassen konnte. »Und nun bin ich gekommen,« fuhr sie dann fort, »um Verzeihung zu bitten – dich und deine Frau und deinen Schwager Heinrich und unsern alten – alten Vater Hanzo.«