»Ja.«

Samo seufzte tief, er sagte, ihn schmerze seine Wunde. Als er ruhiger wurde, sagte Juro mit tiefbewegter Stimme:

»Ich habe auf die Kralswürde verzichtet. Ein anderer wird Kral sein – dein Sohn!«

Samo starrte ihn mit weitaufgerissenen Augen an. Er sagte kein Wort.

»Hanka hat im Mai einen Knaben geboren, Samo!«

Noch immer sah ihn Samo starr an. Endlich sprach er leise:

»War es ein Knabe? – – Ich fürchtete immer, es werde ein Mädchen sein.«

»Ein gesunder Knabe!«

Da schloß Samo die Augen. Juro stand regungslos. Die große Feierlichkeit, da ein scheidendes Leben erfuhr, daß ein Kind, ein Teil seines Wesens, auf der Erde zurückbleiben würde, durfte kein Wort stören. Die Hände Samos falteten sich auf der Bettdecke. Gott allein wußte, wo die Gedanken waren. Endlich tastete die Rechte nach Juros Hand. Ein leiser Druck. Lange schwere Feindschaft war ausgelöscht. Die Lippen bewegten sich. Juro beugte sich tief über den Bruder.

»Wie heißt er?«