Juro mochte ihm in nichts mehr widersprechen. Er stand mit gesenktem Kopf am Lager Samos und wartete, ob ihm denn nicht ein Erinnern kommen würde an seine Heimat. Aber länger als eine halbe Stunde sprach Samo mit vielen Pausen noch von dem Niedergang des Deutschtums, dem Sieg der Slawen. Endlich fragte er doch ganz schüchtern, ganz furchtsam:
»Lebt der Vater noch?«
Er fragte es mit abgewandtem Gesicht.
»Er lebt und denkt an dich ohne Groll.«
»Weiß er –?«
»Nein, er weiß es nicht«, unterbrach ihn Juro rasch. »Er wird es nie erfahren. Der Glaube an sein Kraltum soll ihm nicht genommen werden.«
»Das sagst du? Da hast du dich geändert.«
»Ich habe mich in mancherlei geändert – ja!«
»Aber ein Deutscher bleibst du?«