Und der Kral wußte nicht, zu wem er sich wenden sollte. Denn ob er gleich wieder ein Jüngling war von Gestalt und Aussehen, so war doch sein Herz alt und kalt geblieben, hatte böser Jahre und bösen Verrats nicht vergessen und war hart und ohne Liebe.

Und der Kral stand mitten zwischen den beiden Göttern, nicht um Haaresbreite dem einen näher oder entfernter.

Da kam von der anderen Seite her den Berg herauf ein junger Mann, fast noch ein Knabe. Er war blond und schön, und seine Augen blühten wie blaue Blumen. Er ging nach der Seite des guten Gottes hin und grüßte nach Art der Deutschen.

»Wohin willst du, deutscher Jüngling?« fragte finster der Kral.

»Ich suche den König der Wenden.«

»Was willst du vom Kral?«

»Ich komme für Gero, den Markgrafen. Er lud dreißig wendische Fürsten zu sich auf sein Schloß. Er sprach gütlich mit ihnen. Sie aber tranken und prahlten mit der Deutschen Tod. Da wurden sie getötet.«

»Er hat sie gemeuchelt«, schrie der Kral und trat einen Schritt nach der linken Seite.

»Er hat sie alle dreißig im Kampf selbst erschlagen.«