Als Juro allein war, brannten ihm die Wangen. Und in seiner Lebhaftigkeit sprach er mit sich selbst von seinen Aufgaben, seinen Zielen, die ihm klar vor der Seele standen. Er blieb oft stehen, und seine Arme fuhren durch die Luft, als er so mit sich selbst sprach.

»Pomogaj Bog wam!«

Er erschrak und sah eine alte Frau vor sich stehen.

»Bog žekujscho«, antwortete er.

»Gott helfe Euch!« hatte sie gegrüßt. »Gott vergelte es!« hatte er wendisch geantwortet. Er besann sich kurz und redete die Alte in deutscher Sprache an.

»Nun, Mütterchen, habt Ihr Pilze gesucht? Es gibt heuer recht viele, weil das Wetter naß ist.«

Sie machte eine Gebärde mit der Hand, die bedeuten sollte, daß sie nicht Deutsch verstehe. Dann kicherte sie und sagte wendisch:

»Der Sohn des Kral spricht deutsch mit mir!«

Es erschien ihr wie ein Scherz, den Juro mit ihr trieb. Er sah, daß sie eine alte Frau sei und also wohl wirklich kein deutsches Wort verstehe. Sie verfiel augenblicklich in einen weinerlichen Ton, klagte, daß nun die gute Frau gestorben sei, bei der sie hätte sich alle Tage ein Töpflein Milch holen können. Juro sagte ihr, er wolle anordnen, daß sie die Milch auch fernerhin bekäme.