»Dürften es auch nicht. Es wäre gegen die Schicklichkeit.« –

Die Burschen waren noch lebhafter. Sie behandelten insbesondere eine Standesfrage.

Zu den Leichenträgern gehörten auch ein Halbbauer und ein Häusler; sogar der Schäfer. Der Großbauer Klin hat nicht mit »Träger« sein mögen deshalb. Sie haben müssen herumschicken. Da ist der Gregorek für den Klin eingesprungen.

»Der Klin hat ganz recht. Bauersleute sollen nur von Bauern getragen werden. Anderen Leuten kommt das nicht zu«, sagte ein junger Bauernsohn stolz.

»Du schmutziger Bengel, du bist der richtige!« fuhr ein anderer dazwischen. »Der Tod macht alles gleich. Und dem Toten ist es ganz gleich, wer ihn trägt.«

Der Bauernsohn geriet in Hitze.

»Wenn ich nicht meinen guten Anzug anhätte,« sagte er, »würde ich dir eine ›Pflaume‹[7] geben, an der du zu kauen hättest – du – du Demokrat du!«

»Warte nur den Abend ab«, entgegnete der andere. »Die Pflaume kommt zurecht. Sie wird desto blauer und saftiger werden – für dich.«

»Pst!« machte ein dritter. »Sie war die Frau des Kral. Da ist es etwas anderes. Da haben alle Anteil am Begräbnis. Der Branntwein war gut. Es wird ein Leichenschmaus, wie ihr noch keinen erlebt habt.«