»Er ist ein aufgeblasener Bengel!« – »Er hat uns beim Totenschmaus der eigenen Mutter verjagt!« – »Pfui, er ist geizig!«

»Da – da hast du dein Fett!«

Und es warf einer das Schnapsglas nach Juro, das haarscharf an seinem Kopf vorbeisauste. Mit einer unflätigen Beleidigung stampfte der Kerl davon. Eine Anzahl anderer warf die Gläser ebenfalls ins Gras und ging davon.

Der Kral kam schnell heran und sagte laut:

»Ich bin hier der Herr! Wer mein Gast ist und wem es hier gefällt, der bleibt!«

Aber wenige blieben. Juro ging zitternd vor Aufregung ins Haus.

Schmaler trat an den Scholta heran und sprach einige aufklärende Worte.

»Es hat mir auch wehgetan, wenn sie so brüllten«, sagte der alte Hanzo; »aber es ist eine Redensart seit alters her. Und Gäste soll man nicht vertreiben.«

»Juro ist kein Wende mehr«, sagte Samo, der auch herangetreten war. »Er hat sich so mit Haut und Haaren den Deutschen verschrieben, hat sich so an geschniegelte Kreise angeschlossen, daß ihm alles in der Heimat zu roh ist, daß er sich zimperlich benimmt wie ein Frauenzimmer. Mit den Deutschen ist er gegangen; mit einem Wenden hat der feine Herr nicht gesprochen.«

»Nur mit mir!« sagte Schmaler. »Freilich haben wir gestritten. Ich kehre bedrückten Herzens heim, weil ich gesehen habe, wie der zukünftige Kral über das Wendentum denkt.«