»Geht nur nach Hause!« sagte der Lehrer.
Da glaubte ich, wir sollten ihm gehorchen und ihm weiter keinen Kummer machen, und wir gingen. Meinem Roß war dabei nicht ganz wohl. Aber draußen belehrte ich es über meinen Feldzugsplan, und wir gingen also zum Gasthaus, vor dessen Tür wir ein jämmerliches Geheul anfingen. Ich weinte bitterlich, und mein Roß strich sich fortwährend mit seinen Vorderhufen den Bug.
Der Herr Schulinspektor kam erschreckt herausgestürzt.
»Na, heult nicht so! Ihr macht mir ja das ganze Dorf rebellisch. Der Lehrer hat euch wohl etwas zu stark gezüchtigt?«
Wir heulten noch lauter.
»Jungens, seid still! Daß er euch so stark bestrafe, wollte ich ja nicht. Na, hört doch schon auf mit eurem Geheule! Es sind doch Leute im Gasthaus. Was sollen die sich denn denken?«
Mein Roß schrie förmlich.
Dem Schulinspektor war die Sache furchtbar peinlich; denn er hatte sein Amt erst angetreten und wollte nicht in den Ruf eines Kinderquälers kommen.
Da schenkte er uns 10 Pfennige, sagte, wir seien ja sonst nette Kinder, auch fleißig in der Schule, hätten ihm Freude gemacht; da sollten wir also in Zukunft ein höflicheres Straßenbenehmen an den Tag legen, jetzt sofort ruhig nach Hause gehen und uns für die 10 Pfennige was kaufen.