»Gib alles her! Gib alles her!«
»Was – was ist – was ist los –«
Wolfsklaue rieb sich die Augen. Er sah den Hutmacher über sich knien und schrie plötzlich ganz jämmerlich:
»O weh! O weh! Ich bin überfallen! Ich habe keine Waffen! Ich bin verloren! Wehe mir! Wehe mir!«
Pardauz, lag auch der Schuster über ihm her und rief dem Hutmacher zu:
»Mach Platz! Mach Platz! Ich will ihn auch würgen!«
Und nun traute sich auch der Schneider aus dem Gebüsch, kam vorsichtig näher und hielt den Pantoffel in der Hand, den Wolfsklaue, weil er mit den Beinen um sich schlug, verloren hatte.
So wurde Wolfsklaue besiegt. Stück um Stück nahmen ihm die drei Räuber ab, zogen ihn aus bis aufs Hemd. Dann zwangen sie ihn, an der Quelle seine hohle Hand zu füllen, mit ihnen anzustoßen, die nun der Reihe nach den Becher leerten, sich hinzulegen und von jedem zehn Stockhiebe aufzählen zu lassen. Am Schluß gaben sie ihm aus Gnade den schäbigen, geflickten Mantel des Schneiders um; er mußte gegen alle vier Himmelsrichtungen hin eine Verneigung machen und zu der Räuber Gaudium laut schreien: »Ich bin ein großer Esel«, und dann wurde er in die finstere Nacht hinausgejagt.