Drei Jahre waren vergangen. Vor der Stadt Hirschberg lag ein kleiner Platz, darauf mündeten drei Wege. Von Osten her kam ein Mann, der trug sieben Paar Stiefel und Schuhe über der Achsel; von Süden her kam einer, der hatte auf einem Karren eine ganze Menge Kleider geladen; von Westen kam singend einer dahergeeilt, der führte in Beuteln und Schachteln sieben Hüte mit sich.
Und als sie alle drei auf den kleinen Platz kamen, blieben sie erst erschrocken stehen, fielen sich dann um den Hals und fingen an zu lachen und zu weinen vor lauter Freude.
»Hutmacher!« »Schneider!« »Schuster!« »Freund!« »Bruder!« »Kamerad!« so ging es in hellem Jubel durcheinander. –
»Nun, wie ist es euch inzwischen ergangen?« fragte endlich einer.
Da machten sie alle betroffene Gesichter und kratzten sich hinter den Ohren. Sie erzählten sich weiter nichts; es dachte sich jeder schon von selbst, wie es dem anderen ergangen war.
Aber gelernt hatten sie etwas, und die letzten Waren, die sie gefertigt hatten, durften sie nun als ihr Eigentum auf dem Markt von Hirschberg verkaufen, um einen Grund zu legen für ein neues Geschäft.
So zogen die drei fröhlich in Hirschberg ein und schlugen ihre Verkaufsplätze dicht nebeneinander auf. Sie waren voll der besten Hoffnung. Plötzlich aber erbleichten sie. Der Müller, den sie einmal hatten ausrauben wollen, kam auf sie zu und neben ihm ging der Ratspolizist.
»Es ist aus,« sagte der Schuster.